Fraud Prevention Month: Wie sich die digitale Bedrohungslage entwickelt – und wie Mastercard die Zukunft der Cybersicherheit im Zahlungsverkehr sieht
9. März 2026 | Frankfurt | By Oliver Jonas![]()
Weltweit steuert Cyberkriminalität darauf zu, bis 2029 zur drittgrößten „Wirtschaft“ aufzusteigen – mit jährlichen Schäden, die bis 2030 voraussichtlich 13,5 Milliarden EUR erreichen werden. 1
Die fortschreitende Digitalisierung und der breite Einsatz neuer Technologien - wie Künstlicher Intelligenz - beschleunigen zugleich Ausmaß und Raffinesse von Betrugs- und Cyberangriffen. Europa bekommt diese Entwicklung bereits deutlich zu spüren: Die Zahl gemeldeter Betrugsfälle steigt Jahr für Jahr an2 – ein klares Signal dafür, dass es stärkere Schutzmechanismen braucht, um Verbraucher:innen, Unternehmen und Finanzinstitute abzusichern.
Michele Centemero, EVP Services, Mastercard Europe:
„Betrug und Cyberkriminalität nehmen in einem nie dagewesenen Tempo zu. Sie untergraben das Vertrauen der Verbraucherinnen Verbraucher und gefährden Unternehmen weltweit. Doch der Zahlungssektor stellt sich dem entgegen: Durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den gezielten Einsatz von KI entsteht ein Ökosystem zur Betrugsprävention, das Händler und Verbraucher:innen ganzheitlich schützt – und Zahlungen sicher, schnell und flexibel macht, egal wie Menschen bezahlen möchten.“
WICHTIGE ZAHLEN UND FAKTEN
- Fast eine Milliarde EUR geht weltweit jedes Jahr durch Betrugsmaschen verloren – 96 % der Betroffenen sehen ihr Geld nie wieder.3
- Jede:r vierte Kleinunternehmer:in in Europa wurde bereits Ziel eines Betrugsversuchs – und ebenso viele fürchten, dass ein Cyberangriff ihr Unternehmen in die Schließung treiben könnte.
- 67 % der kleinen und mittleren Unternehmen in Europa sehen Schulungsbedarf beim Schutz vor Cyberangriffen. 20 % wünschen sich zudem mehr Sicherheit im Umgang mit digitalen Tools. 4
- 72 % der Unternehmen melden steigende Cyberrisiken – gleichzeitig stammt rund ein Drittel des gesamten Internetverkehrs inzwischen von bösartigen Bots. 5
- Die Mastercard‑Schutzlösung SafetyNet hat in den vergangenen zehn Jahren 70 Milliarden EUR betrügerische Transaktionen verhindert. 6
- Mastercard hat in den vergangenen fünf Jahren mehr als 10 Milliarden EUR in Cybersicherheit investiert und überwacht kontinuierlich 19 Millionen Akteure im digitalen Ökosystem auf Risiken und Schwachstellen.
Die häufigsten Betrugsarten
Mit immer ausgefeilteren Technologien nutzen Betrüger das Vertrauen von sowohl Menschen als auch Unternehmen gezielt aus. Effektive Abwehr beginnt deshalb mit Aufklärung. Zu den wichtigsten Betrugsmaschen, auf die Verbraucher:innen und Unternehmen achten sollten, zählen:
Social Engineering
Betrugsversuche, die gezielt Menschen ansprechen und auf Täuschung, Manipulation und erzeugten Handlungsdruck setzen. Ziel ist es, sensible Daten zu erschleichen oder Betroffene zu Transaktionen zu bewegen. Vorsicht bei unerwarteten Anfragen, dem Überprüfen von Identitäten sowie dem Meiden verdächtiger Links oder Anhänge kann wirksam schützen.
Cyberbetrug
Hier greifen Cyberkriminelle Unternehmen oder Privatpersonen technisch an – etwa über Ransomware, Malware oder kompromittierte Systeme, um Zahlungen umzuleiten oder Daten zu stehlen. Unternehmen schützen sich besser, wenn Mitarbeitende geschult sind und sichtbar auf moderne Sicherheitsstandards setzen, etwa KI‑gestützte Überwachungssysteme.
Identitätsbetrug
Eine der häufigsten Betrugsformen, bei der persönliche Daten gestohlen oder missbraucht werden – oft, um finanziellen Schaden anzurichten. Unternehmen sollten ihre Beschäftigten für mögliche Ausprägungen sensibilisieren, wie KI‑erzeugte Fake‑Identitäten oder die digitale Nachahmung realer Personen, etwa in der Versicherungsbranche.
BLICK NACH VORN
Mehrere Entwicklungen zeichnen sich ab, die die Betrugsprävention im Handel und im gesamten Zahlungsverkehr maßgeblich prägen werden:
- Security‑by‑Design wird zum Wachstumsfaktor
Händler werden verstärkt darauf setzen, dass Zahlungsdienstleister robuste Sicherheitsmechanismen von Beginn an in alle Ebenen des digitalen Handels integrieren. Cybersicherheit wird damit nicht nur Schutzmaßnahme, sondern ein strategischer Hebel für kommerziellen Erfolg. - Die nächste Verteidigungsstufe: KI gegen KI
Moderne Schutzsysteme müssen Bedrohungen in Echtzeit erkennen, vorhersagen und abwehren. Je mehr autonome Agenten im Namen von Menschen Transaktionen auslösen, desto wichtiger wird es, Identität und Absicht eindeutig zu verifizieren – unmittelbar und ohne Reibungsverluste für Verbraucher:innen. - Vertrauen wird zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal
Sinkt das Vertrauen der Verbraucher:innen, geraten Markenreputation, Investorenvertrauen und Kundenbindung unter Druck. Unternehmen, die nachweislich sichere digitale Prozesse bieten, werden künftig Conversion stärker über Vertrauen als über Preis oder Rabatte erzielen. - Globale Regulierung birgt die Gefahr neuer Silos
Unterschiedliche nationale Vorgaben können Sicherheitsstrukturen fragmentieren und so neue Risikolücken schaffen. Entscheidend wird daher sein, gemeinsame Informationen, vernetzte Intelligenz und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu stärken, um Betrug im großen Maßstab wirksam einzudämmen.
MASTERCARDS STRATEGISCHE CYBERSICHERHEITSPRIORITÄTEN
Globale Zusammenarbeit stärken
Cyberkriminalität kennt keine Grenzen – und effektive Abwehr darf daher ebenso wenig an Landesgrenzen enden. Mastercard setzt auf internationale Kooperation und gemeinsamen Informationsaustausch zwischen Behörden, Regierungen, Wissenschaft und Finanzinstitutionen, um ein vernetztes Abwehrnetz aufzubauen und Angriffe frühzeitig zu erkennen.
Rsiken vorhersagen – und Angriffe verhindern
Um digitale Resilienz zu stärken, müssen Unternehmen ihre eigene Sicherheitslage klar verstehen. Mastercard nutzt KI‑gestützte Analysen, um handlungsrelevante Erkenntnisse zu gewinnen, Risiken sichtbar zu machen und bösartige Internetaktivitäten rechtzeitig zu identifizieren und zu stoppen. Ziel ist es, Angriffe nicht nur zu erkennen, sondern proaktiv zu verhindern.
Echtzeit‑Schutz für ein sicheres Nutzererlebnis
Mit einem globalen Überblick über das Zahlungsökosystem und der Überwachung von 19 Millionen digitalen Akteuren kombiniert Mastercard umfassende Datensicht mit Echtzeit‑Analysen, um Risiken präzise zu bewerten. Dadurch entsteht ein Sicherheitsniveau, das Verbraucher:innen Schutz bietet, ohne Komfort und Geschwindigkeit zu beeinträchtigen.
[1] Mastercard Signals, Securing trust: Insights from the frontlines of cybercrime
[2] European Anti-Fraud Office, PIF Report, July 2025
[3] Mastercard Signals, Securing trust: Insights from the frontlines of cybercrime
[4] Cyber Fraud Threatens Small Businesses in Europe – One in Four Small Businesses in Europe at Risk of Closure Due to Cyber Fraud, May 2025
[5] Mastercard Signals, Securing trust: Insights from the frontlines of cybercrime
[6] Mastercard Proprietary Data, 2025
[7] Mastercard Proprietary Data, 2025
Über Mastercard (NYSE: MA), www.mastercard.com
Mastercard stärkt die Wirtschaft und unterstützt die Menschen in mehr als 220 Ländern und Territorien weltweit. Gemeinsam mit unseren Kund:innen arbeiten wir an einer nachhaltigen Wirtschaft, in der jede und jeder erfolgreich sein kann. Wir bieten eine große Bandbreite an digitalen Zahlungsmöglichkeiten, die Transaktionen einfach, sicher, smart und leicht zugänglich machen.
Unsere Technologien und Innovationen, Partnerschaften und Netzwerke bilden eine einzigartige Kombination an Produkten und Lösungen, die Konsument:innen, Unternehmen und Behörden helfen, ihr volles Potenzial zu erreichen.